Stand: 26.11.2010

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Gruß

Vereine ade´?

Liebe Besucher unserer Homepage aus nah und fern,

herzlich willkommen auf unserer neu gestalteten Internetseite. Nach einigen Jahren war es nötig, die Präsentation den modernen Möglichkeiten anzupassen. Gleichzeitig werden wir uns bemühen, die Homepage ständig aktuell zu halten, so dass wir Sie nicht mit ollen Kammellen langweilen.

Nun ist es technisch vielleicht für den Könner einfach, so eine Homepage zu führen. Es bedarf aber auch eines engagierten Webmasters, der/die sich um diese Belange kümmert.

Und schon sind wir mitten in einem heiklen Thema. Wer sich noch an mein altes Grußwort erinnert (s. Archiv), der wird ein wenig Heile-Welt-Atmosphäre vermutet haben. Tatsächlich aber hat sich unsere Gesellschaft in den vergangenen 10-20 Jahren langsam aber dramatisch verändert.

Viele Vereine klagen über Nachwuchsmangel, oder über mangelnde Teilnahme und Engagement des Nachwuchses. Die Politik denkt laut darüber nach, den Vereinen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen und der Sport als Ganzes ist vom Thema Doping nicht mehr zu trennen.

In diesem Umfeld bleiben traditionelle Vereinswerte auch bei einem Dorfverein nicht automatisch bestehen. Auf die in jüngster Zeit dramatische Erosion reagierte der Vorsitzende mit einem Donnerwetter bei der letzten Generalversammlung.

Was war geschehen?

Aus zahlreichen Gesprächen wurde klar, dass die Balance aus Leistungswillen und Kameradschaftsstreben in einigen Mannschaften nicht gestimmt hat und dies zu Zerreißproben führte. Es wurde aber auch klar, dass nicht jeder bereit ist, eine unbefriedigende Situation aktiv und konstruktiv mitzugestalten. Der eine oder andere erwartet, dass „der Verein“ ihm unbeschwerte und freudige Stunden bereitet ohne den gewohnten Alltagsärger.

Was ist zu tun?

Nun, zunächst sollten wir akzeptieren, dass im Verein alle Spaß haben wollen, dass aber auch hier jeder seine eigenen Vorstellungen mitbringt, was Spaß ist. Ein gewisses Maß an Interesse und Toleranz für unsere Sport- und Mannschaftskameraden kann da nicht schaden. Des Weiteren sollten wir lernen, Leistung und Erfolg zutrennen. Anzuerkennen ist der Leistungswille und die gezeigte Leistung. Auch eine gute individuelle Leistung wird nicht immer zum Erfolg führen. Dann war der Gegner einfach besser. Dies ist dann auch anzuerkennen. Nachtreten außerhalb der Platte offenbart einen schlechten Charakter. Wer nur den Erfolg sieht unabhängig von der Leistung, dem ist jedes Mittel zum Erfolg recht. Hier führt der Weg zu den unfairen Mitteln bis hin zum Doping (was im Tischtennis sicher kein Problem ist). Last but not least sollten die, die den Weg weisen, ihn auch gehen. Das betrifft nicht nur die Funktionsträger eines Vereines, jeder einzelne sollte sich so verhalten, wie er dies auch von seinem Gegenüber erwartet. Wir sollten dabei auch bedenken, welches Vorbild wir unserem Nachwuchs geben. Vielleicht ist ein Teil der Misere beim Nachwuchs auch im Verhalten der Erwachsenen begründet.

In diesem Sinne sehe ich uns gemeinsam auf dem Weg zu einer lebendigen und offenen Vereinsstruktur und würde mich freuen, wenn Sie uns beim regelmäßigen Studium unserer Homepage dabei begleiten würden.

Dr. Michael Schneider
1. Vorsitzender

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